UNO erweitert Schutz für wandernde Tierarten

Am 10.11.2014 fand eine UNO Konferenz in Quinto in Ecuador statt. Dabei wurden Schutzmaßnahmen für wandernde Tierarten festgelegt, welche von den Mitgliedstaaten in ihre Schutzlisten aufgenommen wurden.

Die CMS ist eine Konvention, welche für die Erhaltung wandernder Tierarten kämpft. Tagungen finden alle 3 Jahre statt und es sind 120 Mitgliedstaaten beteiligt.

In einem Spiegel-Online-Artikel wird berichtet, die Schutzmaßnahmen für Tiere, welche im Wasser leben, jedoch auch für solche wandernder Tierarten wie zum Beispiel Zugvögel, sollten  stark erweitert werden. Die Relevanz des Problems spiegele sich auch darin wieder, dass die Missstände, welche den Tieren schaden, auch unsere Probleme wären. Der Klimawandel zum Beispiel hebe den Meeresspiegel an und für Holland, das teilweise unter dem Meeresspiegel liegt, könnte das fatale Folgen haben.

Der Eisbär wird etwas aus dem Text hervorgehoben. Nicht nur die Staaten, in denen der Eisbär heimisch ist, sollen ihn schützen. Durch die Verringerung von Touristenfahrten und Ölbohrungsprojekten solle der Eisbär, das größte auf dem Land lebende Raubtier, geschützt werden. Desweiteren würde auch der Eisbär durch den Eisverlust aufgrund des Klimawandels bedroht werden.

Zum Schluss des Artikels werden Probleme, die bei der Erfüllung der Ziele auftreten, dargestellt. Der Etat in Höhe von 8 Millionen Euro könne nicht erhöht werden, da die Mitgliedstaaten stark von der Finanzkrise getroffen worden seien. Sie meinten, sie könnten keine weiteren finanziellen Zuschüsse bereitstellen, wenn sie ihren eigenen Haushalt stark kürzen müssten.

Ein weiteres Problem sei, dass man keine Strafen gegen Verstöße ausgehandelt habe. Die CMS schlug vor, die Mitgliedsstaaten sollten diese Strafen gemeinsam ausarbeiten. Jedoch stellte sich die EU dagegen. Dies begründete sie erneut mit der schlechten Haushaltslage der Mitgliedsstaaten. Als Kompromiss einigte man sich nun darauf, die CMS solle selbst Strafmaßnahmen ausarbeiten und diese bei der nächsten Konferenz im Jahr 2017 vortragen. In Zusammenhang mit der Problemsituation der Haushaltslage der Mitgliedsstaaten wird angeführt, dass die CMS auf freiwillige Beiträge der Staaten angewiesen sei. Deutschland erklärte sich bereit, die Finanzierung von nachhaltigen Windparks zu übernehmen. Diese sollten nicht auf der Flugroute der Zugvögel installiert werden, um Massenkollisionen zu verhindern.

Der Autor des Textes erläutert die Probleme und Gefahren für die Tiere, die von uns Menschen ausgehen. Außerdem sieht er die Probleme der CMS bei der Zielerreichung.  Zusätzlich stellt er Lösungen vor, beispielsweise dass in Afrika keine Windparks errichtet werden sollen, aufgrund der Zugvögel, welche von Europa nach Afrika fliegen. Der Autor des Artikels berichtet neutral.  Er kritisiert weder die Mitgliedstaaten noch die CMS. Dabei wären durchaus Kritikpunkte anzusprechen.

Ich finde die Erhaltung der Tierarten ist sehr wichtig. Wenn bestimmte Arten aussterben, so bringt das die ganzen Trophiestufen aus dem Gleichgewicht. Dies würde zu Überpopulationen mancher Tierarten führen, weil diese dann keine Feinde mehr haben. Dadurch können Plagen entstehen und desweiteren wird die Art bedroht, welche die erhöhte Population als Feind besitzt. Es würde ein Teufelskreis entstehen, in dem nach und nach weitere Arten ausgerottet werden.

Meiner Meinung nach muss man deswegen einen besonderen Wert auf die Erhaltung einzelner Arten legen, sonst hätte dies katastrophale Folgen. Seitens der CMS finde ich es negativ, dass die Tagungen nur alle drei Jahre stattfinden. So können Misstände nicht zeitnah behandelt werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Mitgliedschaft in der CMS nicht für alle Staaten der Welt verpflichtend ist. Hier ist das Problem, dass es sich vorwiegend um wandernde Tierarten handelt und  es wenig wirksam ist, wenn sich, geographisch gesehen, nur etwa die Hälfte der Welt an die Schutzmaßnahmen hält. Seitens der Mitgliedstaaten ist zu kritisieren, dass diese ihre eigene Wirtschaft in den Vordergrund stellen. Die Probleme als Folge der Finanzkrise scheinen den Staaten wichtiger zu sein. Meiner Meinung nach sind die Argumente nicht entschuldigend, denn zum Beispiel hat die EU in den vergangenen Jahren mit mehreren Milliarden Euro Griechenland in der wirtschaftlichen Krise unterstützt, ohne dass bisher eine wesentliche Besserung der Situation zu erkennen ist. Ein weiteres Problem sind die fehlenden Strafmaßnahmen.  Demnach können die Mitgliedstaaten ohne Folgen gegen die Schutzmaßnahmen verstoßen.

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