Naziterrorbewegung in Deutschland – Hass im Netz

Die Flüchtlingsproblematik – Ein Stichwort, mit dem wir in den letzten Monaten fast täglich konfrontiert werden. Zurzeit sind weltweit circa 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Fluchtgründe sind zahlreich: Von Krieg, über Hungernöte bis hin zur Arbeitslosigkeit oder der Verfolgung in eigenen Land; der Wunsch auf ein besseres Leben treibt viele Menschen in die westliche Welt. Deutschland ist von der Flüchtlingskrise besonders betroffen. Jährlich werden über 150 Tausend Asylanträge (Stand 2014) gestellt, welche langwierig bearbeitet werden müssen. Viele Erstaufnahmeeinrichtungen sind überfüllt und oft werden Flüchtlinge vorschnell auf Kommunen verteilt. Dieser Flüchtlingsansturm löst in der Bevölkerung geteilte Meinungen aus. Viele Menschen sind tolerant und hilfsbereit gegenüber den Neuankömmlingen – Andere eher nicht, wie in einem Artikel von „Spiegel Online“ erläutert wird:

Diese Absurdität! Im Juni 2015 kam fast die Hälfte der Flüchtlinge aus Ländern wie SyrienAfghanistan, Irak oder Eritrea. Sie sind der nackten Kriegsgewalt entkommen, nur um in Deutschland von rassistischem Terror bedroht zu werden.

Eine Bedrohung der Flüchtlinge von rassistischem Terror? Leider die bittere Wahrheit. Eine terroristische Bewegung mitten in Deutschland entsteht, ausgehend von rechtsradikalen Asylkritikern. Immer wieder gibt es Anschläge, von denen wir ständig durch die Medien erfahren: Flüchtlingsunterkünfte werden in Brand gesetzt oder gesprengt, um sie unbewohnbar zu machen und den Menschen das Dach über dem Kopf wegzunehmen. Dass die Hemmschwelle der Angreifer hierbei gesunken ist, bestätigt die Tatsache, dass 40 von 61 Anschlägen auf bereits bewohnte Unterkünfte verübt wurden. Die extreme Denkweise der rechtsradikalen Gruppen, wird im besagten Artikel verdeutlicht:

Im Netz kursiert ein detaillierter Leitfaden der Neonazipartei „Der Dritte Weg“ mit dem Titel „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft! Wie be- beziehungsweise verhindere ich die Errichtung eines Asylantenheims in meiner Nachbarschaft“. Darin wird die Gründung einer Facebook-Gruppe und die Vernetzung mit anderen Anti-Asyl-Initiativen empfohlen.

Solche Gruppen organisieren sich somit meist über das Internet, welches Anonymität und schnelle Nachrichtenverbreitung ermöglicht. Dies bietet den perfekten Nährboden für Fremdenhass. Gruppen werden gegründet, über die sich die Asylkritiker austauschen und zukünftige Straftaten planen. Es werden fast immer soziale Netzwerke genutzt um noch mehr Menschen erreichen zu können und sie somit antreiben zu Mittätern zu werden. Die Hasskommentare, die im Internet kursieren, werden oft von anderen Nutzern gemeldet, können aber nicht gelöscht werden, da sie nicht gegen die „Community-Standards“ vieler Netzwerke verstoßen. Facebook äußert sich zu einer Meldung eines rechtsradikalen Kommentars:

Thank you for taking the time to report something that you feel may violate our Community Standards. Reports like yours are an important part of making Facebook a safe and welcoming environment. We reviewed the comment you reported for containing hate speech and symbols and found it doesn’t violate our Community Standards.

Diese Antwort von Facebook löste eine hitzige Diskussion aus. Dies geht soweit, dass Facebook bereits als „Netzwerk mit dem Herz für Hass“ bezeichnet wird. Als Einzelperson lässt sich dagegen leider nicht viel ausrichten; empfehlenswert ist es jedoch, solche Kommentare und Gruppen stets zu melden. Ziel ist es, den rechtsradikalen Terrorgruppen ihre Organisationsgrundlage zu nehmen und so die Anschläge auf Flüchtlinge zu minimieren – auf eine Lösung des Problems der Hassverbreitung im Netz lässt sich nur hoffen.

One thought on “Naziterrorbewegung in Deutschland – Hass im Netz

  1. ch.bru says:

    Dein Blogpost ist dir, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen! Du stellst das Problem des Terrors gegenüber Flüchtlinge sachlich gut dar, und belegst es auch mit gut ausgewählten Artikeln. Zudem schreibst du sehr verständlich und die Zitate sind mit Bedacht gewählt worden. Auch sagst du klar und deutlich, dass mit einem Melden der Kommentare oder Gruppierungen auf Facebook nicht alles getan ist. Doch auch wie du selber schreibst ,eine konkrete Lösung ist meines Erachtens nach, noch nicht in Sicht…

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