Mobilität – Wie ich mich bewege

Bekannt ist vielen, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Sache der Staatsoberhäupter und Großkonzerne ist, sondern auch jeden einzelnen betrifft. Oft fühlt man sich jedoch als einer unter vielen überflüssig und denkt, man bezwecke sowieso nichts im großen Ganzen. Dieses Denken ist jedoch falsch! Stellt euch vor jeder denkt so, was würde dann mit unsere Welt geschehen? Um diesem Gedanken einmal nachzugehen, habe ich mein eigenes Leben im Zusammenhang zur Nachhaltigkeit untersucht. Was mache ich, was einem nachhaltigen Leben gerecht ist? Ein Punkt, der mich persönlich sehr beschäftigt, ist der Faktor Mobilität. Was mache ich hier für die Umwelt und was sollte ich an meinem Verhalten ändern?

Wie bewege ich mich?

Momentan sind Schulferien und mein Alltag sieht somit etwas anders aus als sonst. Doch eines ändert sich bei mir kaum: Die Frage der Fortbewegung. Meine Monatsregiokarte und mein Fahrrad sind meine ständigen Begleiter.

Aufgrund meines nahen Wohnortes zur Schule, lege ich täglich die 1km lange Strecke mit dem Fahrrad zurück.  Für die Wege zu meinen Nachmittagsaktivitäten nehme ich ebenfalls das Fahrrad. So mache ich nicht nur etwas für meine Umwelt, sondern auch für meine Fitness (ist das nicht ein Ansporn?). Wenn es dann doch mal etwas weiter sein muss , nehme ich den Bus und die Bahn als Unterstützung. Doch manchmal stoßt man mit den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) an seine Grenzen:

  • Schlechte Verbindung: Man muss an einen abgeschiedenen Ort, zu dem einfach keine rentable Verbindung existiert. Ich könnte eine Strecke in die nahgelegene größere Stadt gut mit den ÖPNV vollführen, jedoch fahren diese nicht immer dann, wenn ich sie gerne nutzen würde, was das Ganze komplizierter gestaltet.
  • Nicht vorhandene Verbindungen: An Wochenenden oder nachts fahren weniger Busse/Züge, meiner Kenntnisnahme nach. Wenn ich abends noch von Freunden nach Hause möchte, existieren keine Verbindungen!
  • Zeitmangel: Wenn es für mich unmöglich ist (aufgrund des Wetters, körperlicher Zustand, etc.) das Fahrrad zu benutzten und ich für diese Strecke mit den ÖPNV mehr als doppelt so lange benötige, als wenn ich ins Auto steige, rentieren diese sich einfach nicht.

Natürlich gibt es auch noch weitere Gründe die ÖPNV nicht nutzen zu wollen : Es ist nicht immer ist Verlass auf die Deutsche Bahn; dabei muss man aber auch anmerken, dass der Verkehr auf den Straßen genauso wenig beeinflussbar ist. Wenn man gerade den Führerschein gemacht hat, wie in meinem jugendlichen Alter, möchte man diesen auch nutzen und wendet sich oftmals deshalb vom ÖPNV ab. Diese Gründe sind aber meiner Meinung nach eher personell bedingt.

Wenn es zu einem dieser drei genannten Gründen kommt, bei denen weder Fahrrad noch ÖPNV helfen kann, nutze ich das Auto. Aber auch hier versuche ich Fahrgemeinschaften zu schließen, um nicht nur für eine Person große Strecken zurück zulegen und die Umwelt zu schaden. Doch natürlich sollte ich hier auch ehrlich zu mir selbst sein: Auch ich bin manchmal einfach zu müde, zu spät dran für den Bus/Zug oder schlichtweg zu faul. Bei mir ist dies immer einer Frage der Motivation.

Was bedeutet dies für meinen ökologischen Fußabdruck?  Die Webseite CO2 Emissionen Vergleiche hat es sich zur Aufgabe gemacht, wie der Name schon sagt, die CO2 Emissionen verschiedener Verkehrsmittel zu Vergleichen (pro Person und Kilometer) und diese auszuwerten. Leider ist die Webseite das letzte Mal am 27.09.2011 aktualisiert worden, aber ich denke die Ergebnisse übermitteln immer noch die gleiche Botschaft:

Vergleich CO2 Emission Verkehrsmittel - co2-emission-vergleich.de
Screenshot der Tabelle: Vergleich des CO2- Ausstoss pro km von Flugzeug, PKW, Bahn und Bus (1)

 

Die Werte sprechen meiner Meinung nach für sich und zeigen, was für einen Unterschied es macht, ob man die Bahn oder den Bus (ÖPNV) benutzt oder doch per PKW fährt. Der CO2- Ausstoß per Fuß und bei einer Fahrradbenutzng ist gering, da es sich um körperliche Aktivität handelt und nicht Antriebsmittel wie Brennstoffe verwendet werden müssen. Bei der Tabelle der Webseite wurde auch nicht die Herstellung der Verkehrsmittel mit einbezogen.

Was wäre, wenn jeder sich etwas mehr bemühen würden, weniger CO2 auszustoßen im Bereich der Fortbewegung für Alltagsstrecken oder auch generell? Ich denke dies würde bereits einen sehr großen Einfluss auf die CO2-Emissionswerte haben, da ich viele Menschen beobachte, die lieber alleine in ihrem PKW fahren, als die gleiche Strecke mit einem Bekannten zur gleichen Zeit zurückzulegen. Eine Sache der Motivation, meiner Meinung nach.

Eine große Auswirkung auf den CO2-Ausstoß hat auch die Herstellung des Verkehrsmittel. Hier schneidet das Fahrrad, welches ich benutze, auch wieder sehr gut ab. Im Gegensatz zu manchen Autos ist ein älteres Fahrradmodell nicht umweltgefährdender. Ich fahre mit einem Fahrrad, mit welchem bereits mein Bruder und mein Vater gefahren sind. Dank guter Pflege und eine paar eigenhändige Reparaturen meines Vaters, läuft es noch wie geschmiert. Hierbei kann man sich auch wieder den Vergleich zu einer Neuherstellung eines Fahrrads anschauen. WWF  (World Wide Fund of Nature) hat herausgefunden, dass die Herstellung eines Fahrrads ca. 6400 kg an Rohstoffverbrauch hat. Bei der Wiederverwendung beträgt der ökologische Fußabdruck keine 305 m^2 mehr.

Dies soll ein Denkanstoß sein, sich mehr mit seinem eigenen Leben auseinanderzusetzten und zu beobachten, wie man sich verhält. Man sollte sich Fragen stellen wie: Was mache ich bereits gut? Was könnte ich noch besser machen? Vor allem im Bereich der Mobilität haben wir in unserem heutigen Zeitalter viele Möglichkeiten nachhaltiger zu handeln.  Wie seht Ihr das? Schreibt eure nachhaltigen Erfolge und Verbesserungsvorschläge auf und reflektiert diese. Denn denkt immer daran, jeder einzelne kann etwas bewirken!


(1) Screenshot der Tabelle „Vergleich des CO2-Ausstoss pro km von Flugzeug, PKW, Bahn und Bus“ der Webseite CO2 Emissionen Vergleichen, 02.01.2016

One thought on “Mobilität – Wie ich mich bewege

  1. ta.han says:

    Hallo th.egl!
    Dein Artikel hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Ich halte es für bewundernswert, wie nachhaltig dein Leben in Sachen Mobilität aussieht. Das kann ich von mir leider nicht behaupten. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich in einem eher kleineren Dorf wohne; es gibt keinen Bahnhof und Busse fahren hier vielleicht zwei bis drei Mal am Tag vorbei. Das ist ein großer Nachteil und macht das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel schwer. Trotzdem denke ich, dass ich meine Fortbewegung durchaus in Richtung Nachhaltigkeit umstellen könnte. Dein Artikel hat mir diesbezüglich ein Stück weit die Augen geöffnet. Vielleicht hätte es sich angeboten, auch noch die Kosten für die jeweiligen Verkehrsmittel gegenüberzustellen? Dort sehe ich auch einen wichtigen Faktor für viele Menschen. In die Anschaffung eines Fahrrads und vor allem natürlich eines Autos, muss man ja zunächst investieren – im Gegensatz zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie gestalten sich jedoch die Nutzungskosten? Sprich, wie teuer wird mein Kraftstoffverbrauch bzw. die Monatskarte für die Bahn auf die Dauer? Diesen Gesichtspunkt halte ich auch noch für sehr interessant; außerdem könnte er weiteren Ansporn darstellen, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Generell halte ich deinen Artikel aber für sehr gelungen, besonders die Tabelle hat mir zur Veranschaulichung gut gefallen. Es wäre sicherlich gut, wenn mehr Menschen sich so nachhaltig fortbewegen würden, wie du.

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