Gemeinsam für die Wälder

Wie WWF Deutschland mit den indigenen Völkern gegen die Abholzung kämpft

Die Rodung von Wäldern ist wohl vielerorts auf der Welt ein Problem. So auch im Amazonas- Regenwald, der sich über neun verschiedene südamerikanische Staaten erstreckt. Der Regenwald gilt durch seine Artenvielfalt als Kronjuwel der Natur: Rund 40.000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten , 1.294 Vogelarten  und 3.000 Fischarten konnten bis jetzt identifiziert werden. Gleichzeitig leben rund 320 unterschiedliche indigene Völker im Amazonas- Regenwald.

Trotz der unglaublichen und einmaligen Artenvielfalt sind bereits über 20% des Regenwalds in Brasilien abgeholzt und die Tendenz zur Brandrodung und Abholzung ist stets steigend. Denn die brasilianische Regierung plant ein Gesetz, durch das wertvolle Regenwaldgebiete und indigene Territorien legal ausgebeutet werden könnten. Bis jetzt ist dieses Gesetz noch nicht verabschiedet. Doch kommt es zu einer Verabschiedung, so ist jeder Bürger dieser Welt betroffen: Der Amazonas- Regenwald ist Grundlage eines stabilen globalen Klimas.

Um den Amazonas-Regenwald zu schützen, schloss sich WWF Deutschland, eine Organisation für Natur- und Artenschutz, mit indigenen Völkern zusammen. Denn es ist zu beobachten, dass es in den Regionen, in denen die Indigenen wohnen,  eine geringere Abholzung gibt. Die Indigenen gehen nachhaltig mit dem Wald um, da sie auf die Bäume angewiesen sind, da sie daraus Werkzeuge, Baumaterial oder Arznei herstellen.  Erfahrungen der Organisation zeigen, das der Regenwald am besten in den indigenen Territorien und in den staatlichen Schutzgebieten vor Entwaldung geschützt ist. Bisher konnte auf diese Weise rund 40% des Regenwaldes erhalten werden.

Durch die jahrelange Kooperation zwischen WWF und den indigenen Völkern ist das Vertrauen immer besser geworden: Das anfängliche Misstrauen und die Angst ist gewichen, wohl auch durch das Erlernen einer gemeinsamen Sprache. Auch ein gemeinsames Ziel und der Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner verbindet die Organisation mit den indigenen Völkern.  Die Organisation setzt sich jedoch nicht nur als Naturschützer ein, sondern auch als Partner der indigenen Völker: WWF kämpft für die Verbesserung der Lebensbedingungen und für mehr Anerkennung.

Das Projekt des WWF ist langfristig gesehen eines der wichtigsten Projekte für den Weltklimaschutz, denn mit der Durchsetzung des Gesetzes ist der Regenwald schutzlos der Rodung ausgesetzt. Der Lebensraum zahlreicher Menschen, Pflanzen und Tiere könnte vollständig zerstört werden. Das Zusammenarbeiten mit den indigen Völkern, welche die am stärksten von der Rodung betroffen sind, ist ein wichtiger Schritt für beide Parteien. Denn in den letzten Jahren haben die Indigenen immer mehr für  politisch Anerkennung und Mitbestimmung gekämpft. Durch die Unterstützung aus dem Ausland werden ihre Chancen auf mehr Anerkennung größer.

 

Quellen:

http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/arbeit-mit-indigenen-eine-uebersicht/arbeit-mit-indigenen-in-suedamerika/

http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/amazonien/zustand-und-bedeutung/

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