Uber als alternativer Taxidienst

„Move the way you want“ – mit dieser Aussage wirbt der alternative Taxidienst Uber auf der offiziellen Internetseite. Mit Hilfe von nur einem Klick auf dem Handy in der Uber-App bekommt man innerhalb von wenigen Minuten einen Uber-Driver in seiner Nähe zugestellt. Das Unternehmen hat keine festen Angestellten, sondern läuft über Privatpersonen, wodurch weder eine Beförderungslizenz, noch eine Ausbildung als Taxifahrer erforderlich ist.

Der im Jahr 2009 gegründete Personentransport Uber stehen in den USA schon seit langem in Konkurrenz mit den Taxiunternehmen, gerade in den eher ländlicher gelegenen Ortschaften wird der Dienst den Taxidiensten vorgezogen. Grund dafür sind unter anderem die günstigeren Preise gegenüber der Taxiunternehmen (laut der Zeit im Schnitt ca. 20% weniger), aber auch das Rufen des Taxis, welches ganz einfach über die Uber-App geschieht hat seinen Vorteil. Die App registriert den Standort des Fahrgasts automatisch, wodurch einem die Fahrer in der Nähe angezeigt werden. Nach der Bewertung anderer Fahrgäste wählt man sich dann seinen Fahrer aus. Auf der App kann man unter anderem auch ganz entspannt verfolgen wie lange der gerufene Fahrer noch braucht und wo er gerade ist. Gezahlt wird automatisch über Kreditkarte – schnell und einfach.

Jedoch zeigt eine Studie der MAPC in Boston, dass der alternative Taxidienst Auswirkungen auf den Verkehr hat, da auf den Straßen noch mehr Autos fahren, was zum Beispiel die Stausituation verschlimmert. Doch auch auf das Einkommen der öffentlichen Verkehrsmittel wirkt sich die vermehrte Nutzung von Uber aus, da weniger Bürger mit Bus und Bahn reisen.

„42 Prozent der Passagiere gaben an, dass sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen würden, wenn der Dienst nicht verfügbar wäre. 12 Prozent würden stattdessen Fahrradfahren oder Gehen und 5 Prozent wären statt der Fahrt zuhause geblieben.“ stellte die Studie außerdem fest.

Das Unternehmen läuft mittlerweile in 60 Ländern und 300 Städten. In Deutschland hingegen existieren zwar mehrere Taxidienste, bei denen man sein Taxi über eine App oder übers Internet ruft, wie z.B myTaxi, Uber selbst allerdings nur in Berlin und München.

„So bucht jeder fünfte Kunde seinen Wagen inzwischen nicht mehr per Anruf in einer Taxizentrale, sondern über eine App auf seinem Smartphone.“ heißt es in der Welt

Der Taxidienst hat vor Gericht in Deutschland (Welt) bis jetzt jedes Verfahren verloren. Sehr zum Vorteil der Taxifahrer. Durch die Ablehnung von Uber sind die normalen Taxiunternehmen noch im Rennen und müssen keinen baldigen Untergang fürchten. Da die Uber Fahrer keine offiziellen Taxifahrer sind, brauchen sie keine Ausbildungen und Lizenzen, was von vielen Taxifahrern als illegal angesehen wird. Ob Uber sich jemals komplett in Deutschland durchsetzen kann, ist momentan demnach noch sehr fraglich.

 

 

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