Neue Menschen, neue Welten. Indigene Völker treffen auf die Zivilisation

Immer noch gibt es indigene Völker, die im Regenwald isoliert von der Außenwelt leben. Ohne Sorge, was sie morgen anziehen sollen oder, ob sie mit dem Bus oder dem Fahrrad zur Schule fahren. Ihre einzige Sorge ist es zu überleben, egal ob andere Menschen oder Tiere dabei sterben müssen. Doch seit einiger Zeit betrifft sie eine andere Sorge. Immer mehr Fläche des Regenwaldes wird abgeholzt. Das sorgt dafür, dass die Indigenen immer wieder aufs Neue eine neue Bleibe finden müssen. Auf diesen Reisen kommt es immer wieder vor, dass Indigene auf „Weiße“ treffen. Die Indigenen Völker gehen bei dem ersten Kontakt mit anderen Menschen sehr vorsichtig vor, da diese Welt der bekleideten, sozialisierten Menschen eine komplett neue für sie ist.

Doch schon nach kurzer Zeit kommen die Indigenen immer wieder zum Vorschein aus dem Regenwald um diese neue Art von Menschen und ihre Gegenstände zu beobachten. Immer häufiger kommt es dazu, dass die Einheimischen anfangen Kleidung und Waffen zu klauen. Es beginnt ein Teufelskreis für beide Seiten. Die Sozialisierten dürfen nichts gegen die indigenen Völker tun und müssen zusehen, wie ihre Dörfer bestohlen werden. Die Indigenen stecken sich mit Krankheiten an, da sie nicht die nötigen Antikörper gegen die Bakterien wie zum Beispiel einer für Zivilisierte ungefährlichen Grippe haben, wodurch viele sterben.

 

Bildergebnis für indigene völker regenwald
Bild: Eduardo Giacomazzi, Ureinwohner mit Kanu, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kalapalo_men_canoeing.jpg, CC BY 2.5, https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/deed.en

 

Einige Hilfsorganisationen probieren immer wieder das Vertrauen der Indigenen zu gewinnen, um zu helfen. Doch der Weg zum Vertrauen ist lang und wenn Hilfsorganisationen in die Dörfer der Indigenen hereinkommen dürfen, heißt es noch lange nicht, dass sie dort sicher sind.

Wir müssen immer wieder daran denken, dass diese Menschen unser, für uns normales, Leben nicht kennen. Sie haben andere Traditionen und Wertvorstellungen. Die indigenen Völker werden weiterhin ihren Regenwald verlieren und dazu gezwungen sein, Kontakt mit der restlichen Bevölkerung aufzunehmen. Aber vielleicht ist das auch ein Vorteil für sie, da ein sozialisiertes Leben einfacher ist, als ein Leben, in dem man Tag und Nacht hoffen muss, dass man nicht von einer Schlange oder einem Jaguar getötet wird.

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